Free The Robots ist eine Plattform um Musik, Bild und Gedanken auszutauschen. Losgelöst von festgelegten Standards treffen akustische und elektronische Musik auf analoge und digitale Medienkunst. Wuppertal ist für seine in den 60er/70er Jahren entstandene frei improvisierende Musik weltbekannt, doch auch neueste Entwicklungen der experimentellen Elektroniker, Bild- und Klangkünstler verheissen eine nie zur Ruhe kommende Szene.
Jeden letzten Donnerstag im Monat eröffnet ab 20 uhr ein Ensemble den Abend. Im Anschluss sind Gäste aus dem Publikum auf die Bühne geladen um mitzujamen. Eine Gesangsanlage, Bassverstärker, Klavier und Schlagzeug sind schon vor ort. Weitere Instrumente können gerne mitgebracht werden.
Noten bleiben zuhause!

SanDignity im Sommerloch Wuppertal, Moritzstraße 14.


Oliver Maas (Piano)
Markus Braun (Bass)
Bernd Oezsevim (Schlagzeug)
Invisiblechange sind in dieser Besetzung schon seit über fünf Jahren aktiv und haben in dieser Zeit, eine außergewöhnliche und ehrliche Trio-Sprache entwickelt. Die Zusammenarbeit wächst aus einer sehr langen Freundschaft hervor, die diese drei Musiker seit der Kindheit miteinander verbindet. Aufgrund dieser Tatsache herrscht hier ein weitreichendes musikalisches Verständnis, und eine ebenso tiefe Verbundenheit.
Invisiblechange bleibt dem Kern der musikalischen Aussage stets treu und formuliert diesen auf eine emotionale Art und Weise. Die Kompositionen sind klare Spielanweisungen die dazu dienen, im Kollektiv übergeordnete Welten zu entdecken. Einfachheit und Spielfreude stehen hier immer vor Komplexität und Virtuosität.
„Das aufeinanderprallen von Urgewalten“ ist hier, eine treffende Wortwahl für das entstehende Klangbild, wenn diese drei außergewöhnlichen Musiker ohne das Korsett bestehender Konventionen einander begegnen. Alle drei Bandmitglieder sind in unterschiedlichsten Formationen beschäftigt und haben sich somit große Erfahrung und Gespür für unterschiedlichste Stimmungen erarbeitet.
Von der einen auf die andere Sekunde kann hier ein Feuer entfacht und somit das Publikum in seinen Bann gezogen werden. Lyrik, ein wenig Freigeist sowie auch eine gute Hand voll Groove sind hier an der Tagesordnung.
Invisiblechange ist die Essenz von Einfachheit, musikalischem Vertrauen und absoluter Spielfreude!

Philipp Ludwig Stangl (Live Electronics) studierte Komposition an der Folkwang Hochschule, Essen. Er komponierte Bühnenmusiken für zahlreiche Schauspiel- und Tanzproduktionen an verschiedenen Theatern (u.a. am Theater Basel, Stadttheater Bern, Bremer Theater, Kammerspiele München und Landestheater Linz). Zu seinen Kompositionen, die auf Festivals und Gastspielen in Deutschland, England, Frankreich, Spanien, der Schweiz und in Japan aufgeführt wurden, zählen Ballettmusiken für den Choreographen Rodolpho Leoni, Werke für Kammerensembles, Arbeiten für Formationen der improvisierten Musik, sowie intermediale Arbeiten. 2007 entwickelte er die Live-Electronics für das Medienprojekt "Adorno - Sex, Drugs and New Music" (Saarländischer Rundfunk) mit dem Mike Svoboda Ensemble und Phil Minton.


Tobias Hoffmann (Gitarre)
Frank Kampschroer (E-Bass)
Ralf Gessler (Schlagzeug)
Die „Fallschirme“, um den Kölner Gitarristen Tobias Hoffmann, erweisen sich musikalisch als risikofreudige Grenzgänger zwischen den Bereichen Modern Jazz, Alternativ Rock und Neuer Improvisierter Musik. Mit dem, was man gemeinhin unter dem Begriff Fusion versteht, hat der neue Mix des Quartetts jedoch nichts mehr gemein. Zu eigen sind die Klänge, zu speziell die Ideen und zu gewagt deren Umsetzung.
Aus klappernden Rhythmen, sphärischen Klangflächen, nostalgisch- schwelgerischen Harmonien, kruden Soundcollagen, neurotischem Gitarrengeschrammel entstehen bizarre
Kontrastbilder, in denen die Straßen der Großstadt auf ländliche Idylle treffen, in denen Tag und Nacht zu verschmelzen scheinen, in denen Traum und Wirklichkeit eins werden.
Die Kompositionen von Tobias Hoffmann dienen der Band als Sprungbrett, ihre Musik zu entwickeln, zu gestalten. Sie sind komplex und eingängig zu gleich, schön und doch in gewisser Weise roh, irgendwo angesiedelt zwischen Song, Thema und simpeler Spielanweisung. Als Vorbilder dienen Miles Davis, Sonic Youth, Bill Frisell, Coldplay, Keith Jarrett, The Beatles.
Die vier Musiker entwerfen eine Musik, die klingt wie der Soundtrack zu einem ersten Fallschirmsprung: Aufregung bei Start, man hebt ab, verlässt die Erde, lärmende Flugzeugmotoren. Kurz vor dem Absprung. Ungewissheit, ob sich der Schirm öffnen wird, dann geht plötzlich alles sehr schnell. Der Sprung. Rasendes Fallen, eine Ewigkeit, der Schirm öffnet sich, mit einem Ruck verliert man an Geschwindigkeit, schwebendes Gleiten zurück zur Erde auf die man einen noch nie gesehenen Ausblick hat, erleichtert landet man. Heimweg.
myspace.com/tobiashoffmann
John & Paul (visuals)


Philip Mancarella (Tasten)
Jonas Bareiter (Bass)
Maik Ollhoff (Schlagzeug)


Wolfgang Schmidtke (Saxophon)
Hans Reiche (Daxophon)

Gwen Eichberger - Gesang
Filippa Gojo - Gesang
Elisabeth Fügemann - Cello
Constantin Herzog - Kontrabass
Kurt Fuhrmann - Schlagzeug
Sven Hahne - Frischzelle

Till Kammertöns - Tenorsaxophon, Elisabeth Fügemann - Violoncello, Leonhard Huhn - Altsaxophon, Etienne Nillesen - Schlagzeug
"(...) Lauf, Teuerster, lauf geschwind, im Felde da geht die Heirassasa, lauf und halte immer hübsch die Knochen zusammen, sie wollen auseinander, sie werden nicht bei uns bleiben. Ach unsere armen Knochen, ach unser armer Schlund und Magen, ach unser armes bisschen Hirn unterm Schädel! Es will alles fort, es will alles zum Teufel (...)"
(aus "Narziß und Goldmund" von Hermann Hesse)


Alles, was eine Band braucht.
Expressway Sketches sind Drummer Max Andrzejewski, Gitarrist Tobias Hoffmann und Keyboarder Benjamin Schäfer. Zeiten ändern sich. Die Drehzahl des Alltags wird immer höher, Distanzen immer kleiner. Und wo bleiben wir? Es bedarf besonderer Künstler, um unser eigenes Tempo alle paar Jahre mit dem unserer Umgebung zu synchronisieren, unseren Zoom den neuen Entfernungen anzupassen. Ausgerechnet eine Jazzband aus Berlin und Köln hat nun den richtigen Takt und Ton zur Zeit gefunden.


"turntableist meets turntapelist"
zusammen als "ate manna & died anyway", entwerfen die beiden gern-zweckentfremder claus van bebber (turntables), ein pionier des experimentellen arbeitens mit schallplatten, & jim campbell (cassette scratch kit/shredapter), der wahldortmunder tape-dj, eine kratzig schöne welt der vergänglichen wunder. frei improvisierend fressen sie vom himmel gefallenen klangfragmente, kauen sie durch bis sie einverleibt bisher versteckten sinn gewinnen.







Fotos B.L.

Jürgen Dahmen (keys), Veit Lange (sax, bassclarinet, loops/fx), DJ Rafik (turntables), Konstantin Wienstroer (bass) und Simon Camatta (drums).
Cosmic Delivery versprechen eine groovende Live-Show mit Electronic Jazzbreaks. Seit vielen Jahren schon begeistert diese ungewöhnliche Formation aus dem Turntable-Virtuosen und mehrfachen DJ-Weltmeister DJ Rafik und exzellenten Jazzmusikern die Club-Gänger. Als monatliche Session im legendären Düsseldorfer coffy und dem Unique-Club gestartet spielt das Quintett zur Zeit recht selten. Ein Grund mehr sich von der immernoch sehr eingespielten Combo die Cosmische Musik liefern zu lassen. Experimental Hip-Hop live!











Fotos René Omenzetter


Alex Schönert (Gitarre), Manu Loos (Akustik und Drum Synthesizer), Stu Grimshaw (Synthesizer, live Loops, Drum Machines, Bass, Melodica und alles was so herumliegt), Charlotte Brandi (Gesang)
DREAMS OF ELECTRIC SHEEP ist ein 10 Jahre alter erfolgloser Versuch, die richtigen Töne in der richtigen Reihenfolge zu spielen. Stu Grimshaw wurde Ende der Neunziger von gutwilligen aber inkompetenten Außerirdischen entführt, während er eine Spätvorstellung von Bladerunner guckte. An seiner Stelle hinterließen die interstellaren Besucher eine nahezu perfekte, ferngesteuerte Kopie. Sollte diese Kopie innerhalb von fünfhundert Jahren die richtigen Töne in der richtigen Reihenfolge (kurz, RTidRR) erwischen, wird die Erde von allem Leid befreit. Wenn nicht, wird der echte Stu Grimshaw wieder freigelassen.
Alex Schönert ist seit über 20 Jahren Studiogitarrist und Sitarspieler für viele Veröffentlichungen. Tourneen führten ihn durch Europa, USA, Japan und Russland. Er ist Komponist zahlreicher Musiken für Fernseh- und Kinofilme, arbeitet als Studioproduzent und Gitarrenlehrer an einer Rock und Popakademie. Manuel Loos spielt seit 20 Jahren Schlagzeug und hat in dieser Zeit u.a mit der Blue Man Group, Karsten Riedel, Lee Buddah, Jan Klare und Peter Fischer zusammengearbeitet. Neben seiner Arbeit als Schlagzeuger ist er als Komponist für Theater- und Filmmusik. Die 23-jährige Wahlkölnerin Charlotte Brandi bewegt sich musikalisch irgendwo an der Schnittstelle von Pop, Folk und Jazz. Im Mittelpunkt stehen dabei die Stimme und das Klavierspiel Brandis, die in ihrem Zusammenspiel einen Klangkosmos erzeugen, der direkt in das Herz des Zuhörers zielt. Man möge sich vorstellen Björk covert Amy McDonald Songs - und trotzdem hat man nur eine kleine Ahnung von dem, wie Charlotte Brandis musikalisches Schaffen klingt.
www.myspace.com/electricdreamsheep













Fotos René Omenzetter



Mit Freestyle, Schlagzeug und Elektronik eröffnet das Trio "Eich, Dau und Hän" den Abend. Boris Juncker alias "Eisbär" am Mikrofon trifft auf die Beats von Christian Nink am Schlagzeug und Simon Rummel an Synthesizer, Tongenerator, CD-Player und Kleininstrumenten. Christian Nink war Student bei Keith Copeland an der Musikhochschule Köln, arbeitete zusammen mit Roman Podezwa, Akua Naru & Dig Flow, Theologische Quartette Trier, AlphaWellenReiter und Siegfried Koepf. Zusammen mit Simon Rummel ist er Musiker für die Blue Elephant Company von In-Jung Jun (Tanzhaus NRW). Simon Rummel studierte Musik und Kunst in Köln und Düsseldorf, arbeitete als Kantor, Performer, Organist, Chorleiter, Bühnenbildner, Komponist und Radiomacher. Im Jahr 2009 war er "Improviser in Residence" der Stadt Moers, wo er mit seinem Ensemble Fantasmofonika das "moersfestival" eröffnet hat.
Unter Verwendung von teilweise trashigem Equipment konstruiert / improvisiert er zusammen mit Christian Nink Beats, die Einfachheit, Groove und Experiment verbinden und Steilvorlagen für "Eisbärs" Rap sind.

Wieder mit dabei! Tobias Daemgen (visuelle Musik), raumzeitreisender Medienverknoter der sich seit den Achtzigern in die Erde verliebt hat und seitdem dort seinen Zweitwohnsitz eingerichtet hat. In optisch/akustischen Experimenten erforscht er die Quantenmechanik des Bewusstseins um sich auf den bevorstehenden Medientechnopsychologischen Evolutionssprung der Menschheit vorzubereiten. In der Künstlergruppe die Raumzeitpiraten erprobt er in audiovisuellen Echtzeit-Studien und Medien-Labor-Situationen die künstliche Erzeugung von Multidimensionalitäten und Möglichkeiten ihrer Wahrnehmung und Vermittlung. Wenn er gerade nicht mit Moritz Ellerich mit Medienperformances auf Festivals unterwegs ist geht er seiner Leidenschaft der live Improvisation visueller Musik nach die er in einer Zusammenführung analoger und digitaler Bewegtbildverfahren zur Krümmung der Raumzeit anwendet.













Fotos René Omenzetter


1000names (Knöpfe) aus Sofia, Bulgarien sind einer der vielleicht wohlgehütetesten musikalischen Geheimtipps. Obwohl sie an vorderster Front der im letzten Jahr groß rausgekommenen Beats/Wonky Szene auf dieser Seite des Atlantiks stehen, sind sie irgendwie nicht ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt.
Dabei haben sie sich nicht etwa bedeckt gehalten: Seit ihrem Debüt auf der bahnbrechenden Beatnicks Vol. 1 mit Jackhigh und Rustie - vielleicht DIE Platte, um die Szene im Augenblick zu definieren - haben sie zwei EPs, zwei Splitsingles sowie ein Album herausgebracht und sind auf Alex Nuts Rinse Compilation vertreten. Doch die Anerkennung, die ihnen von Kennerseite schon lange gebührt, hat bis heute auf sich warten lassen. Die Erklärung dazu liegt wohl in der Tatsache, dass sie aus Sofia stammen. Am schwarzen Meer gelegen, wo Europa zu Asien wird, ist Bulgarien nicht gerade ein Hotspot der weltweiten Musikindustrie. Aber vielleicht ist es auch diese relative Isolation, die sie im augenblicklichen Trend der low-bpm-music aus L.A., London, Glasgow und sonstwo von der Masse abhebt.
Zuerst einmal hatten sie die Zeit, sich ordentlich um ihren Sound zu kümmern. 1000names wurden im Jahre 2005 von einem Schlagzeuger und einem Maler aufgrund ihrer gemeinsamen Liebe für Samples gegründet. Die beiden legten für einen Akai MPC zusammen und wussten dann, inspiriert von den Sounds von Dabrye, Madlib/Quasimoto und J Dilla recht schnell, wo sie hinwollten.
Seltsamerweise erscheint es einem, wenn man sie heute sieht, überraschend, dass sie erst seit vier Jahren zusammenarbeiten – sie sehen gleich aus, sie gehen gleich, sie beenden die Sätze des anderen – tatsächlich verhalten sie sich eher wie zwei Brüder oder zweieiige Zwillinge.
Es handelt sich definitiv um eine dieser Partnerschaften, die irgendwann entstehen müssen, was immer auch passiert. Damals war die europäische Beats-Szene winzig. Sie war den Medien unbekannt und wurde von den Blogs ignoriert – es handelte sich um ein eins-zu-eins Netzwerk, das seine gesamte Existenz und seinen Lebenszweck dem Internet verdankte.
So gesehen war es die vielleicht erste internetzeitalter-eigene Musikszene und sie war wirklich international. “Es war nett, freundlich und unschuldig. Niemand hatte einen Vertrag.” sagt Nikko a.k.a. 99 Mistakes, die malende Hälfte des Duos. “Wir freundeten uns mit Fulgeance auf Myspace an; ebenso mit Jackhigh. Jackhigh hat dann Joscha von Up my Alley [deutsches Label] von uns erzählt und Fulgeance brachte uns mit Eklektik [französisches Label] zusammen. Joscha hörte Melonball Bounce und schon waren wir auf Beatnicks Vol. 1 und hatten einen Exklusivvertrag mit Eklektik unterzeichnet.”
Vielleicht liegt es an ihrer Zusammenarbeit mit hauptsächlich europäischen Labels, dass die britische Presse nichts von ihnen mitbekommen hat. Diese war mehr mit der Rustie/Hud Mo Achse in Glasgow beschäftigt und mit dem Aufstieg des Dubstep. Das allerdings wird sich jetzt ändern, dank einer baldigen Veröffentlichung auf Black Acre (Bristol) auf 10” grünem Vinyl, gefolgt von einer EP auf Eklektik und drei EPs auf dem neuen Svetlana Industries Label, die auch Jackhigh unter Vertrag haben.
Der ursprüngliche 1000names-Sound basierte auf Hip Hop; Samples, Loops und die wohl schrägsten Beats der Szene. Man nehme nur die klassischen Tracks Melonball Bounce oder Beauty Surrounds You – eins ein Mash-Up eines alten Sprite-Werbespots, das andere die Melodie von Born Free. In beiden Fällen beginnt der Track mit einem konventionellen Loop, der komplett über den Haufen geworfen wird, sobald der gewaltige Beat dazukommt, der zu einem völlig anderen Groove zu gehören scheint und doch perfekt passt. Dies bewirkt erwiesenermaßen Folgendes beim Hörer: Zum einen ein breites Grinsen voll Freude und Überraschung, zum anderen ein unter Umständen schmerzhaftes Ziehen im Nacken, hervorgerufen durch abrupt unterbrochenes Kopfnicken.
An dieser Richtung bastelten und feilten sie mehrere Jahre, was schließlich im 2009er Toys Room Combat Longplayer auf Eklektik gipfelte. Doch seit letztem Jahr ist noch etwas hinzugekommen: Sie sind unter den Einfluss des Synthesizers geraten. Besser gesagt des Elektrodisko-Sounds der frühen 80er Jahre. Man kann es an den Songtiteln ablesen: Saturn Race, Paradise Rings, Marz on Marz, Roket Loop…
Ihr Sound und ihre Grafiken hatten immer ein Sci-Fi Element, doch jetzt scheint es völlig außer Kontrolle geraten zu sein. Ja, kein Zweifel – es ist 2010 und vom Dach eines kommunistischen Betonbaus irgendwo in Sofia aus heben 1000names ab.
Text von Toby Brundin, übersetzt von Leandra Rhoese.
Wasiliki Noulesa (visuals) aus Wuppertal ist freischaffende Künstlerin und Musikerin. Innerhalb der medialen Gegenwartskunst fokussiert die visuelle Arbeit der wuppertaler Künstlerin das bewegte Bild in Relation zum Raum, Objekten, Personen und Musik. „Video Instrument verstehe ich als Teil einer Gesamtkomposition.“
Die Projektionskünstlerin improvisiert in Performances mit Musikern, Ensembles, Tänzern und Darstellern, dabei gelingt es ihr, eine dichte Beziehung von Bild und Musik herzustellen. Sie ist international auf Festivals und Ausstellungen vertreten. Sie zeigte ihre Videokunst u.a. auf dem Moerser Jazzfestival gemeinsam mit dem Helios String Quartet, den 22. Tagen der zeitgenössischen Musik Dresden 2008, Kunst in der Tiefe Freiberg 2008, aber auch auf der Party vom Pina Bausch Ensemble und Wim Wenders.
Wasiliki Noulesa ist Mitbegründerin des Videomusiktheaters Wonne ohne Ende. Dez. 2009 hatte das neue interaktive Stück „Horla“ Premiere.
Sie entwickelt audio-visuelle Theaterprojekte und Video-Bühnenbilder für Theater in der ganzen Welt, so für die neueste Produktion des taiwanesisch-deutschen Tanztheaters Double C oder dem Consol- Theater Gelsenkirchen und dem griechisch deutschen Theater.
Die Sängerin für improvisierte Musik wirkt beim Wuppertaler Improvisations Orchester (WIO) mit.
Sie studierte Kommunikationsdesign bei Bazon Brock und Ursula Wevers, lebt in Wuppertal und arbeitet als freie Filmemacherin (aktueller Dokumentarfilm „plug in“ (30 Min. 2009), freie Cutterin und Medien- Dozentin.








Fotos René Omenzetter


Lutz Streun (Tenor Saxophon, Bass Klarinette), Til Schneider (Posaune) und Sebastian Winne (Schlagzeug, Percussion) sind zusammen Three Fall. Das Trio mit der außergewöhnlichen Besetzung Tenor Saxophon, Posaune und Schlagzeug hat sich in kürzester Zeit einen sehr positiven Ruf erspielt.
Dazu zählen u.a. Erfolge wie der Gewinn des "futuresounds 2008" Wettbewerbs der Leverkusener Jazztage, das Erreichen des Halbfinales des "Neuen Deutschen Jazz Preises Mannheim 2009" sowie Auftritte beim Jazzfestival Viersen 2008, Lotos Jazz Fest 2010 (Bielsko-Biala, Polen) und als Support von Nils Petter Molvaer bei den Leverkusener Jazztagen 2009.
Die Band begeistert das Publikum mit ihrer Spielfreude, ihrer frechen HipHop-Attitüde, ihrer frischen Energie und vor allem ihrer Suche nach mystischen Momenten- ob im Alltag, im Jazz oder in der Stille.

Tobias Daemgen (visuelle Musik), raumzeitreisender Medienverknoter der sich seit den Achtzigern in die Erde verliebt hat und seitdem dort seinen Zweitwohnsitz eingerichtet hat. In optisch/akustischen Experimenten erforscht er die Quantenmechanik des Bewusstseins um sich auf den bevorstehenden Medientechnopsychologischen Evolutionssprung der Menschheit vorzubereiten. In der Künstlergruppe die Raumzeitpiraten erprobt er in audiovisuellen Echtzeit-Studien und Medien-Labor-Situationen die künstliche Erzeugung von Multidimensionalitäten und Möglichkeiten ihrer Wahrnehmung und Vermittlung. Wenn er gerade nicht mit Moritz Ellerich mit Medienperformances auf Festivals unterwegs ist geht er seiner Leidenschaft der live Improvisation visueller Musik nach die er in einer Zusammenführung analoger und digitaler Bewegtbildverfahren zur Krümmung der Raumzeit anwendet.












Fotos René Omenzetter

Gunda Gottschalk (Geige) spielt improvisierte und zeitgenössische Musik und bringt ihre Klangarbeit in Verbindung mit Tanz, Theater, Film, Komposition, Bildender Kunst und Literatur.
Sie ist europaweit auf Festivals für zeitgenössische und improvisierte Musik vertreten und gastiert regelmäßig auf dem Avantgarde Festival "visions" in New York.
Dj Akd und Koljeticut aka "The Button Brothers" (Plattenspieler, Pads,Keys) sind ein aus Wuppertal stammender Elektronik-Liveact. In ihren Sets verbinden die beiden DJs klassischen Turntablism mit dem sich über die letzten Jahre etablierten Controllerism und machen sich alle Möglichkeiten der MIDI-Technologie zu nutzen. Die Musik ist zu 100% selbst komponiert, pendelt irgendwo zwischen chilligem HipHop und nervösem Electro, auf der Bühne werden die Stücke in Handarbeit reproduziert. Im Zusammenspiel schaffen die Button Brothers ein komplexes Geflecht aus Live-Music und computergenerierten Klängen.
Im Dezember 2008 konnten The Button Brothers bei der in Warschau ausgetragenen DJ-Weltmeisterschaft des Verbandes IDA den Titel in der ‚Showcategory’ sichern. Ihr 6-minütiges Set verwies die Konkurrenz aus Polen, England, Italien, Russland, Deutschland und Slowakai auf die Plätze.
Der Düsseldorfer Medienkünstler Dino Korati arbeitet hauptsächlich mit Diaprojektoren und analogen Lichterzeugern. Seine Projektionen zeichnen sich durch grafische Stringenz und klare Formsprache aus. Oft sind Moirés und Gitterraster, die sich wellenartig ineinander verschlingen, sein Thema.
Der in Japan geborene Medienkünstler Kenta Nakagawa erzeugt als Visual Jockey mehrdimensionale Bewegbilder. Er entwickelte das Projekt ACTIVE VISIONS (einen in alle Richtungen drehbarer Videoprojektor), um starre Perspektiven zu erweitern. Sein "Moving-Light" lässt den Raum lebendig erscheinen.







Fotos Dino Korati
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